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Oberwinter verpasst zweites Tor und muss am Ende noch bangen

Bezirksliga TuS begnügt sich im Derby gegen Bad Breisig mit einem 1:0 – Gilles erzielt Tor des Tages

Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

Oberwinter. Nach dem achten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte marschieren der FC Metternich und der TuS Oberwinter weiter Seite an Seite in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Beide Mannschaften hatten es mit Gegnern aus dem Ahrkreis zu tun, und beide haben einen knappen 1:0-Sieg eingefahren: die Koblenzer Vorstädter in Gönnersdorf, das TuS-Team im Derby gegen SG Bad Breisig.

Die Badestädter mussten nach zwei Siegen in Folge einen Rückschlag hinnehmen und rangieren damit weiterhin auf Rang 13. Nach mehr als einer Stunde Spielzeit schwoll TuS-Trainer Tomas Lopez endgültig der Kamm. „Vorn machen wir die Buden nicht, und hinten wird es in Unterzahl gefährlich“, bemängelte er.

Er hatte allen Grund dazu, denn die optische Überlegenheit seiner Schützlinge führte einfach nicht zu Toren. Es wurde zu hektisch agiert, Angriffe wurden nicht ausgespielt, obwohl genügend Freiraum vorhanden war. Eigentlich hätte die Partie schon in der ersten Halbzeit entschieden sein müssen. Denn nur einmal waren die Gäste aus der unmittelbaren Nachbarschaft gefährlich vor dem Tor von Torwart Benjamin Kauert aufgetaucht. Oliver Diefenbach (33.) hatte eine Schussgelegenheit, die anschließende Ecke brachte ebenfalls nichts ein.

Nichts Zählbares gab es auch auf der Gegenseite – bis auf das 1:0 durch Fabian Gilles (17.), der aber auch erst im zweiten Versuch traf, nachdem sein Mitspieler Merlin Erens kurz zuvor am rechten Torpfosten gescheitert war. Es folgten drei hochkarätige Einschussgelegenheiten für die Platzherren: Gilles (20.) bekam seine zweite Großchance, Jonas Jabers Schuss (21.) strich knapp über die Querlatte und Erens (24.) fehlte es an Kaltschnäuzigkeit, als er alleine auf Torwart Andreas Pütz zulief und ihn statt ins Tornetz traf. Das Auslassen bester Möglichkeiten setzte sich nach der Pause fort.

Jaber (46.) und Thomas Enke (48.) versuchten es mal mit Schüssen aus der Distanz, dann hatte Enke gleich drei Mal innerhalb einer Minute jeweils nach Eckbällen das 2:0 auf dem Kopf. Die bis dahin beste Torchance hatte Björn Thünker (52.) nach einem ebenso klugen wie präzisen Pass von Sebastian Sonntag. Doch SG-Abwehrspieler Niklas Held konnte durch sein Eingreifen im Torraum noch rechtzeitig einen höheren Rückstand verhindern.

Das zweite TuS-Tor lag also in der Luft, es war nur noch eine Frage der Zeit, ehe die drei Punkte endgültig im Sack waren. Doch es kam eher so, wie es Lopez befürchtet hatte. Plötzlich bekam Bad Breisig Oberwasser in der recht zerfahrenen und von vielen Nickligkeiten, aber keinem überharten Einsteigen geprägten Partie. Und fast wäre David Buschbaum (58.) per Kopf sogar der Ausgleich gelungen. Zehn Minuten später musste Kauert zum zweiten Mal energisch eingreifen.

Die Elf aus der Badestadt blieb weiterhin torgefährlich, vor allem bei Freistößen, die allesamt von Spielertrainer Christian Schmidgen in den Strafraum gezirkelt wurden, wo der hoch aufgeschossene Innenverteidiger Jan Buehrmann auf seine Kopfballchance wartete. Die Gäste mussten schließlich ohne Torerfolg die Heimfahrt antreten, weil sie nach vorn zu harmlos agierten.

Dennoch war der SG-Spielertrainer nach dem Abpfiff einigermaßen zufrieden, vor allem mit der Leistung im zweiten Durchgang: „Wir haben uns wacker geschlagen, unsere Abwehrreihe hat wenig zugelassen. Nach vorn haben wir allerdings noch ein Problem. Aber auch das werden wir über kurz oder lang in den Griff bekommen.“

RZ Kreis Ahrweiler vom Dienstag, 4. Oktober 2016, Seite 14 (0 Views)

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Enge Angelegenheit: Die SG Bad Breisig (hinten im Zweikampf Amjad Daoud) hat dem TuS Oberwinter (vorn Merlin Erens) im Derby bis zum Schluss das Leben schwer gemacht. Am Ende setzten sich die favorisierten Gastgeber knapp mit 1:0 durch.Foto: Vollrath

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